Wissenswertes

Egal, ob Sie auf der Suche nach Genehmigungsbehörden sind, sich einen Überblick über bestehende Experimentierklauseln verschaffen möchten oder einfach nur auf dem Laufenden bleiben wollen: Hier finden Sie aktuelle Informationen und Wissenswertes rund um Reallabore.

Aktuelles

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Aus der Praxis: 10 Tipps für Reallabore

Sie denken darüber nach, ein Reallabor aufzubauen? Oder testen vielleicht momentan schon eine innovative Technologie im Rahmen eines Reallabors? Jens-Peter Seick, Projektleiter des Reallabors Lemgo Digital vom Fraunhofer IOSB-INA, teilt seine besten Tipps für angehende Reallabor-Pionierinnen und -Pioniere.

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Verleihung des „Innovationspreis Reallabore 2022“

In Berlin fand nun zum bereits zweiten Mal die Übergabe des „Innovationspreis Reallabore“ statt. Vor 300 Zuschauenden wurden aus über 100 Einreichungen die Gewinnerinnen und Gewinner in den Kategorien „Ausblicke“, „Einblicke“ und „Rückblicke“ geehrt.

Eine hochkarätig besetzte Fachjury wählte für jeden Bereich drei Siegreiche aus. Zentrale Bewertungskriterien waren dabei die Einordnung und Definition als Testraum für Innovation und Regulierung, der Innovationsgrad und der Vorbildcharakter des Reallabors. In Ergänzung dazu wurde erstmalig ein Sonderpreis zum Thema „Nachhaltigkeit“ vergeben.

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EU-Verordnung soll Datennutzung für KI-Reallabore erleichtern

Um Systeme künstlicher Intelligenz (KI) entwickeln und erproben zu können, benötigen Forschende umfangreiche Datensätze, anhand derer sie die KI trainieren können. Das Problem: Daten dürfen aus Datenschutzgründen nur zweckgebunden verwendet werden – und zwar für genau den Zweck, für den sie ursprünglich erhoben wurden.

In einem Vorschlag für eine KI-Verordnung entwirft die Europäischen Kommission jetzt eine Lösungsmöglichkeit: KI-Reallabore. Diese sollen es Forschenden ermöglichen, für die Erprobung von KI-Systemen Daten zu nutzen, die für andere Zwecke erhoben wurden. Wir erläutern Inhalt und Hintergrund der vorgeschlagenen Verordnung.

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Datenzugang - Experimentieren gewünscht!

In einer digitalisierten, vernetzten Welt werden enorme Datenmengen generiert. Aber wer darf und kann darauf zugreifen?

Zum Thema Zugang zu Daten, Plattformen und Software fand am 2. Februar 2022 eine Online-Tagung mit hochkarätiger Besetzung statt. Mitveranstalter waren die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (der Lehrstuhl von Professor Dr. Rupprecht Podszun für Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht) sowie das nordrhein-westfälische Ministerium der Justiz und das für Wirtschaft und Digitalisierung zuständige Ressort (MWIDE). Das Programm und die Aufzeichnungen der einzelnen Programmpunkte finden Sie hier.

Neben vertraglichen Vereinbarungen zur Zugangsgewährung, beispielsweise durch den Abschluss von Datenlizenzverträgen, dem kartellrechtlichen Zugangsanspruch auf Daten im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) sowie dem Ansatz des Datenaltruismus im Europäischen Data Governance Act und dem Umgang mit Daten aus vernetzten Geräten im Europäischen Data Act wurden auch Reallabore als möglicher Ansatz zum Herantasten an den Datenzugang benannt.  

Professor Justus Haucap, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) wirft die Frage auf „Warum experimentieren wir nicht mal mit Datenzugängen?“ (ab 02:14:00) und hat dabei insbesondere öffentliche Unternehmen im Bereich Verkehr und Energie im Blick. Auch im Podcast „Bei Anruf Wettbewerb“ greifen die Professoren Podszun und Haucap der HHU in ihrer Folge vom 10. Februar 2022 unsere Veranstaltung auf.

Wer lieber liest, dem können wir den  D’Kart Blog-Beitrag des Instituts für Kartellrecht der Heinrich-Heine-Universität ans Herz legen, in dem Clemens Pfeifer die Veranstaltung in einem lockeren Beitrag zusammenfasst.

Hintergrund

Experimentierklauseln

Was sind Experimentierklauseln? Welche gibt es? Und welche Behörden sind jeweils zuständig? Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu bestehenden und geplanten Experimentierklauseln auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene und ihren Anwendungsbereichen.

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Digitale Verwaltung: Handreichung für Kommunen

Für Verwaltungsprozesse gibt es vielfältige Form- und Zuständigkeitsvorschriften - zum Beispiel, dass Anträge persönlich gestellt werden müssen oder Verwaltungsakte postalisch zugestellt werden müssen. Durch solche Vorschriften kommt es zu Medienbrüchen in elektronischen Verwaltungsverfahren, die für alle Beteiligten ärgerlich sind.

Um Ausnahmen von bestehenden Form- und Zuständigkeitsvorschriften schnell und unkompliziert ausprobieren zu können, hat das Land NRW eine neue Experimentierklausel in §25a des E-Government-Gesetzes NRW geschaffen. Auf Grundlage dieser Experimentierklausel können die zuständigen Ministerien Ausnahmen genehmigen. Und das Beste: Kommunen haben dafür nun ein Antragsrecht! 

Das heißt: Kommunen als diejenigen, die die meisten Verwaltungsleistungen anbieten und organisieren, können einen Antrag auf Zulassung einer Ausnahme von einer Form- und Zuständigkeitsvorschrift stellen. Wie das geht und was dabei zu beachten ist?

Alle Infos dazu finden Sie in der Handreichung des Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnik.

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Kooperationen & Vernetzung

Reallabore der Energiewende

Innovationen für die Energiewende im realen Umfeld erproben und so Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickeln: Mit den Reallabore der Energiewende fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Forschung kurz vor dem Sprung in die energiewirtschaftliche Praxis.

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Living Labs Incubator der RWTH Aachen University

Der am Human Technology Center (HumTec) der RWTH Aachen angesiedelte Living Labs Incubator (LLI) ist eine Plattform zur Vernetzung, Unterstützung und Beforschung von Reallaboren. Die beteiligten Reallabore und transdisziplinären Forschungsinitativen behandeln verschiedene Themenbereiche (z. B. Energie, Mobilität, Stadtplanung, Digitalisierung) und umfassen ein großes Spektrum an Akteuren und Organisationsformen. Die Forschungsziele des LLI sind die Katalogisierung bestehender Reallaborinitiativen und -infrastrukturen und die Identifikation und Entwicklung von Living Lab Methoden und Evaluationsstandards, insbesondere in den Bereichen transdisziplinäre Wissensproduktion und (cross-modales) Datenmanagement.

Neben einer Steckbriefdatenbank von Reallaboren, die an der RWTH angesiedelt sind bzw. an denen die RWTH als Projektpartnerin oder anderweitig beteiligt ist, einem zweimonatlich erscheinenden Newsletter und regelmäßigen Netzwerktreffen, organisiert der Living Labs Incubator Arbeitsgruppen, Workshops und Seminare zu Prozessen und Methoden in Reallaboren. Dabei wird sich an den Bedarfen existierender und entstehender Reallabore orientiert und soll mittelfristig ein Living Lab Training Center entstehen. Der LLI ist Teil der von Bund und Ländern geförderten Exzellenzstrategie der RWTH Aachen.

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